Kassianspitze 2.581m

2. Juni 2008 | Von ARU | Kategorie: Draußen zu Hause

Straight über Nürnberg – München – Innsbruck geht es bei Brixen von der Autobahn herunter in Richtung Klausen. Dank mehreren wahren Stau- und Verkehrsbehinderungsparaden brauchten wir bis nach Brixen etwa 7 Stunden (incl. Abendessen bei München).

Am nächsten Morgen in Richtung Klausen…, kurz vor Klausen sind wir rechts nach Latzfonts abgebogen und folgten Hauptstraße bis nach Kühhof. Der Parkplatz (1.550m) am Start befindet sich am Ende der Serpentinenstraße. Einen kleinen Parkplatz, ca. 100 Höhenmeter vorher, ließen wir links liegen.

Vom Parkplatz aus war das Ziel unseres Vorhabens gleich zu sehen und der Weg dorthin, wie sich später herausstellte, vor allem auf dem Rückweg, unheimlich lang und kraftraubend. Die Beschilderung bzw. Markierungen an den Wegen sind gut und sehr übersichtlich.

Der Weg bis zur Klausner Hütte (ca. 4 km) ist mehr oder weniger ein Feld- und Waldweg, welcher von den Anwohnern auch befahren wird. Ab und zu kreuzen ein paar kleine “Bergbäche”…

Bis zur Hütte (1.923m) konnten wir bequem eben genannten Weg folgen, bis wir schließlich dort ankamen. Die Hütte war bewirtschaftet und die obligatorische Bockwurst richtig lecker.

Nach einem ca. halbstündigen Aufenthalt ging es wieder los, nach ca. 4 km bis zum Gipfel.

Von hier an wurde es steiler und anspruchsvoller, landschaftlich dafür aber auch schöner. Von der Hütte aus sind wir geradewegs in das Waldstück gelaufen, kurz darauf teilt sich der Weg. An dieser Stelle ist ausnahmesweise nicht sofort eine Markierung zu sehen. Wir nahmen den rechten Weg, welcher auch der richtige war, also immer bergauf.

Von einer kleinen Ansiedlung aus noch mal der Blick zum Ziel. Auf einem Schotterweg geht es eine kurze Zeit lang relativ eben bis zum eigentlichen Berg

… typisch für diese Gegend wechselt nach und nach die Vegetation von der montanen Stufe in die subalpine Stufe, welche nahezu nur noch von Nadelgehölze dominiert wird.

… noch vor dem eigentlichen Berg ein abermaliger Blick auf die Spitze.

Nach einer Kehre, gekennzeichnet durch einen Bergbach,

welcher den Weg kreuzt…

geht es phasenweise relativ steil bergauf…

bis zum Latzfonser Kreuz (2.302m).

Kurz vorher aber noch einmal ein Blick ins Tal,

bevor es auf einen Kurzbesuch in die Wallfahrtskapelle geht, die zu den höchstgelegenen Wallfahrtsorten in Europa zählt.

Die Leidensgeschichte dieses Herrn ziert so ziemlich den ganzen Weg.

An diesem Hügel bitte unbedingt rechts vorbei gehen, nicht wie wir, links, obwohl der Weg vielleicht ausgetretener und somit auch besser aussieht…

g

denn sonst findet man sich, wenn man nicht unbedingt den ganzen Weg zurückgehen will und deshalb entgegen aller guten Ratschläge abkürzt, hier…

… und hier wieder, ohne zu wissen, ob der Weg überhaupt passt.

Mit Hängen und Würgen, über viele große und kleine Steine finden wir glücklicherweise wieder zurück auf den Hauptweg, der an dieser Stelle durch einen kleinen See auf 2.474m gekennzeichnet ist.

Weiter geht es zu einem kleinen Plateau, welches…

per Wegweiser zum Gipfel führt.

Gipfelkreuz noch ohne Rusnjak…

… und mit ihm sowie seiner obligatorischen “Gipfelzigarre”!

Uhr funktioniert. Der Gipfel liegt auf 2.581m.

Das Panorama ist unbeschreiblich schön und wir hatten

entgegen aller Voraussagen sehr viel Glück mit dem Wetter…

Noch einmal der Blick in Richtung Westen…

bevor es wieder in Richtung Kapelle geht.

Den beschwerlichen Weg, welcher nach und nach immer endloser erscheint, geht es dann ca. 7 – 8 km wieder herunter

Der bestellte Kasten mit dem “Gipfelbier” kommt zwar etwas spät,

aber dieses Panorama entschädigt diesen Umstand.

In unserem untrainierten Zustand, ohne großartig Kondition zu besitzen, benötigten wir in etwa 3,5 Stunden für den Aufstieg und 2,25 Stunden für den Abstieg. Die Wanderung ist technisch nicht anspruchsvoll (bis auf unsere Abkürzung) und wirklich sehr zu empfehlen.

Die geplante zweite Tour auf dem Rückweg, zum Sonnjoch, war sprichwörtlich ins Wasser gefallen, so dass wir noch am gleichen Abend bis Coburg durchfuhren.


Copyright 2006 – Andreas Rusnjak
Kamera: Nikon D70 mit AF-S DX Zoom-Nikkor 18-70mm f/3,5~4,5G IF ED

30.09.2005 – 01.10.2005

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