Kilimandscharo 5.895m (Teil 1|3)

14. Juni 2008 | Von ARU | Kategorie: Draußen zu Hause

Tag 1 – Zum “Waldcamp”

Nach 1,5 Jahren nicht erfolgter Vorbereitung setzten wir die Drohung um, den höchsten Berg Afrikas zu besteigen und machten uns daher mal kurz nach Tansania auf.

Da die Coca-Cola-Route (Marangu) im Vornherein schon ausgeschlossen wurde und die Machame-Route bereits ziemlich überlaufen ist, wählten wir für unser Unterfangen die weniger begangene, landschaftlich aber angeblich attraktivere Lemosho-Route.

Nicht selten kreuzten Kinder unseren Weg, um nach Schokolade oder Geld zu fragen. Auch Ausrüstungsgegenstände waren begehrte Geschenke.

Nach der Registrierung am Londorossi-Gate und anschließendem Wiegen der Ausrüstung wurden wir zum Lemosho-Gate gefahren und begannen die Wanderung durch die Regenwaldzone in Richtung Waldcamp. Höhenmeter beim eigentlichen Start am Gate ca. 2.200m.

Wer auch immer für das Wetter zuständig war, er hatte einen guten Lauf. Nicht ein einziges Mal während der ganzen Tour regnete es. Die einzige Berührung mit Wolken hatten wir beim Kreuzen der Wolkengrenze.

Nach ca. drei Stunden quer durch den Regenwald hatten wir das Waldcamp auf 2.650m erreicht. Dies sollte zugleich unser erster Übernachtungsort sein.


Tag 2 – Zum “Shira-1 Camp”

Am nächsten Morgen ging es so weiter, wie der Vortag beendet wurde – weiter durch den Regenwald bei bestem Wetter,

… dessen Dichte aber mit zunehmender Höhe abnahm.

Nach ca. einer Stunde war der Mount Meru (4.566m) zu sehen, der dritthöchste Berg Afrikas und zugleich ein beliebter “Akklimatisationsberg”, um anschließend mit verbesserten Chancen den Kilimandscharo besteigen zu können.

Noch war der Bart kurz genug, um beim Sterne-Koch ohne Aufsehen zu erregen, was zu Essen zu bekommen!

Nach ca. zwei Stunden Marsch haben wir bereits den Regenwald verlassen und betraten nach und nach die Heidezone.

Noch immer war kein Gipfel zu sehen obwohl wir uns längst auf dem Berg befanden.

Schlussendlich erreichten wir für diesen Tag nach ca. fünf Stunden Marsch unser zweites Nachtlager, das “Shira-1 Camp” (ca. 3.610m).

Und von dort aus konnten wir das erste Mal in “Richtung” Gipfel schauen.


Tag 3 – Zum “Shira-2 Camp”

Am nächsten Morgen ging es über das Shira-Plateau zum “Shira-2 Camp”, welches auch als “New-Shira Camp” bezeichnet wird.

Das Shira-Plateau wirkt ziemlich trost- und leblos…

… was wohl daran liegt, dass eine Zigarettenkippe vor einigen Jahren einen Brand verursacht hat, der nahezu das gesamte Plateau vernichtet hat.

Nach und nach kehren aber Vegetation und Leben zurück.

Hier unser Assistant-Guide bei der Zubereitung von Zuckerrohr,

… bevor es durch das Moorland weitergeht, stets mit dem Kibo-Sattel im Blick.

Das Wetter war, wie bereits Eingangs erwähnt, einfach nur Klasse.

Unsere erster Berührung mit den gigantischen “Lobelia deckenii”…

… bevor wir das “Shira-2 Camp” auf ca. 3.850m erreichen. Aus der dahinter liegenden Schlucht ziehen fleißig Wolken in das Shira-Plateau.

Auf diesen, doch eher unbequemen Liegen, werden Notfälle bis zu den Punkten geschafft, an welchen Sie durch Jeeps aufgesammelt werden können. Hier wird wohl kein Unterschied zwischen privat- und gesetzlich versicherten gemacht.

Und wieder ging es in die Zelte…

> Zum zweiten Teil <


Copyright ©2007 Andreas Rusnjak
Kamera: Nikon D70 mit AF-S DX Zoom-Nikkor 18-70mm f/3,5~4,5G IF ED

16.02.2007 – 18.02.2007

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