Kilimandscharo 5.895m (Teil 3|3)

15. Juni 2008 | Von ARU | Kategorie: Draußen zu Hause

Tag 6 – Gipfelsturm

Gegen Mitternacht, bei vollkommener Dunkelheit ging es in Richtung Gipfel los. Leider hat sich da auch ein zweites Mitglied unserer Gruppe vonseinen Gipfelambitionen verabschiedet. Der Weg vor und hinter einem war durch eine lange Schlange an Stirnlampen gekennzeichnet, die kein Ende nahm und ab und zu wurde ein Asiate an uns zurück in Richtung Lager geschleppt.

Vier Mal war ich kurz davor zu sagen, dass es keinen Spaß mehr macht und zwei Mal bin ich dem “Stand-by” gerade so entronnen. Der Weg, dieAnstrengung nahmen kein Ende und unglaublicherweise war es gegen 0530 Uhr dann soweit, der erste Milestone war erreicht – der “Stella Point” auf ca. 5.730m. Der Weg dorthin war eine Qual, im wahrsten Sinne des Wortes.

Weitere 45 Minuten später waren dann die letzten 160 Meter absolviert und der Uhuru Peak erreicht.

Mit den letzten Kraftreserven und dem Gipfelerlebnis vor den Augen, wurde eine regelrechte Schlacht gegen den eigenen Körper und den inneren Schweinehund geschlagen.

Vor dem obligatorischen Gipfelfoto, wir waren u.a. die ersten und schnellsten da oben, ein Schwenk zu den schwindenden Eisfällen,

auf den Sonnenaufgang…

und noch mal, bevor es dann soweit war!

Das Gipfelfoto. Die obligatorische Gipfelzigarre habe ich mir zwar nicht zugetraut, aber es war wieder genug Luft für Unfug vorhanden und die “Superman”-Pose klappt auch auf 5.895m, wobei es mich vor lauter Wind fast umgeweht hat.

Schnell noch ein paar Bilder vom Krater, …

unglaublich, aber da unten campen auch welche, …

und vom Rückweg, der durch die zunehmende Sonne nicht unbedingt einfacher wurde, …

bevor es nach ca. 20 Minuten auf dem Gipfel wieder in Richtung “Barafu-Camp” ging.

Wg. der Höhe schauten wir zu, dass wir so schnell wie möglich wieder runterkamen.

Ca. 1,5 Stunden dauerte der Abstieg, der ziemlich staubig und rutschig war.

Zeit, um bspw. das Panorama auf den Mt. Meru zu genießen blieb kaum.

Die Nase voller Schmutz, die Lungen wohl ebenso, extreme Belastung der Bänder und Knie -> Es gibt wohl wenig gesündere Möglichkeiten, seinen Prachtkörper von 5.895m auf 4.600m zu schaffen.

Im “Barafu-Camp” hatten wir dann für ca. 2 Stunden die Gelegenheit zur Ruhe…

bevor es noch am gleichen Tag auf 3.100m ins Mweka-Camp weiterging.

Die verschiedenen Klimazonen wurden im Eiltempo durchschritten, und mit jedem weiteren Meter …

… schmerzten die Glieder mehr und mehr.

Auch hier blieben kaum Gelegenheiten,

Natur und

Panorama adäquat zu genießen.

Gegen 1700 Uhr, d.h. nach nahezu 15 Stunden auf den Beinen war das rettende Zelt erreicht.


Tag 7 – Abschied vom Kibo

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Am Mweka-Gate noch ein abschließendes Gruppenfoto, …

… um dann, nach einem letzten Blick zum Kibo, …

in den wohlverdienten Urlaub auf Sansibar zu fliehen.


Copyright ©2007 Andreas Rusnjak
Kamera: Nikon D70 mit AF-S DX Zoom-Nikkor 18-70mm f/3,5~4,5G IF ED

21.02.2007 – 27.02.2007

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