Kilimandscharo 5.985m (Teil 2|3)
15. Juni 2008 | Von ARU | Kategorie: Draußen zu HauseTag 4 – Zum “Barranco Camp”
Dieser Tag sollte sich im Nachhinein als erste “Bewährungsprobe” hinsichtlich der Gipfelambitionen darstellen…
Nicht nur, weil es nachts ziemlich kalt wurde, sondern auch…
… da hier das erste Mal die 4.000m-Marke überschritten wurde, …
mit dem Ziel, den Lava-Tower auf 4.600m zu passieren…
um dann im Barranco-Camp auf 3.950m das nächste Nachtlager aufzuschlagen. Im Hintergrund ist wieder schön der Mt. Meru zu erkennen.
Hier befanden wir uns bereits in der alpinen Wüste
oder Mondlandschaft, wie manche zu sagen pflegen.
Dieses Foto ist eines meiner Favoriten
Ab ca. 4.400m wurde es langsam ungemütlich. Regelmäßig an den Nachmittagen zwischen 1300 und 1500 Uhr zogen die Wolken vom Süden her herauf.
Die Luft wurde zwar schon richtig dünn auf 4.600m, aber für Unfug hat es noch gereicht.
Im Lava-Camp durften wir einer Demonstration beiwohnen, wie Druckkammern in Notfällen eingesetzt werden. Der eine oder andere aus unserer Gruppe hätte sich gerne in der Kammer gesehen.
Ab dem Lava-Camp ging es wieder bergab in Richtung Barranco-Camp. Hier ist ein kurzer Ausblick auf den Western-Breach-Wall möglich, der kürzeste Weg zum Gipfel, aber auch der Härteste.
So langsam kehrt auch wieder Leben zurück, Höhe hier etwa 4.200m.
Das Barranco-Camp (3.950m) und der erste Tag, an welchem wir nahezu stehend KO waren. Für den ersten unserer Teilnehmer war hier klar, er wollte nicht bis auf den Gipfel.
5. Tag – Zum “Barafu-Camp”
An diesem Tag droht ein ähnlicher Gewaltmarsch.
Gleich neben dem Camp gilt es erst mal eine ca. 300m hohe Wand zu bewältigen…
… mit mehr oder weniger schwerer Last,
bevor mal wieder etwas Panorama genossen werden konnte.
Noch mal kurz etwas Felsenklettern…
und der Gipfel lag wieder in greifbarer Nähe.
Dann wieder runter…
rauf …
noch weiter rauf …
um dann wieder 200m runter zu klettern,
weil es danach wieder 200m rauf ging. An dieser Stelle hätte jeder den Gang über eine banale, wackelige Hängebrücke riskiert.
Nach kurzer Rast im Karanga-Camp auf knapp 4.000m und nach ca. vier Stunden Marsch geht es weiter in Richtung Barafu-Camp.
Vom ersten Teilnehmer haben wir uns im Karanga-Camp bereits verabschiedet.
Auf knapp 4.500m merkt man wirklich jeden Anstieg, wie auch diesen letzten für diesen Tag.
Es gilt noch mal eine ca. 200m hohe Wand zu bewältigen,
bevor man das Barafu-Camp erreicht und sich ins Zelt schmeissen kann.
Hier fällt das Atmen bereits schwer und das Übernachten auf dieser Höhe kann beklemmende Gefühle hervorrufen. Hier ein Blick auf den Mawenzi, ein Nebengipfel und oft Ziel einer Tagestour am Kili.
> Zum dritten und letzten Teil <
Copyright ©2007 Andreas Rusnjak
Kamera: Nikon D70 mit AF-S DX Zoom-Nikkor 18-70mm f/3,5~4,5G IF ED
19.02.2007 – 20.02.2007
































